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über die Grundlage der Moral


Herausgegeben von Peter Welsen
Philosophische Bibliothek 579. 2007. Mit einer Einleitung, Anmerkungen und einem Register des Herausgebers. 2., unver?nderte Auflage. XXII, 189 Seiten.
978-3-7873-1780-6. Kartoniert
EUR 16,90


Im Buch bl?ttern
Schopenhauer (1788–1860) pl?diert in seiner Schrift "über die Grundlagen der Moral" für einen deskriptiven und nicht für einen pr?skriptiven moralphilosophischen Ansatz. Trotz seiner Wertsch?tzung für Kant unterzieht er dessen Ethik einer eingehenden Kritik und ersetzt deren oberstes Prinzip, den kategorischen Imperativ, durch das Gefühl des Mitleids.

In seiner 1839 bei der D?nischen Societ?t der Wissenschaften eingereichten und 1841 erstmals in dem Band "Die beiden Grundprobleme der Ethik" ver?ffentlichten Preisschrift über die Grundlage der Moral legt Schopenhauer eine Reihe bemerkenswerter Erg?nzungen zu seiner Ethik bzw. Metaphysik der Sitten vor.

In keinem anderen seiner Werke setzt er sich so ausführlich mit Kants Ethik auseinander, die er einerseits als bedeutende Leistung würdigt, andererseits aber auch einer gründlichen und - in vielen Punkten - überzeugenden Kritik unterwirft. Ein zentraler Einwand lautet, dass der kategorische Imperativ letzten Endes einem kalkulierten Egoismus entspringe. Damit w?re er kein formales, sondern ein materiales Prinzip, und er würde nicht kategorisch, sondern allenfalls hypothetisch gelten. Darüber hinaus weist Schopenhauer die "imperative Form" der Kantischen Ethik als unangemessen zurück.

Nach seiner Auffassung besteht die Aufgabe der Ethik keineswegs darin, Vorschriften aufzustellen, nach denen sich die Menschen zu richten h?tten, sondern lediglich darin, deren Verhalten zu beschreiben und verst?ndlich zu machen. Was seine eigene Konzeption der Ethik anbelangt, so l?uft sie darauf hinaus, da? das Mitleid die Grundlage der Moral bildet. Schopenhauer charakterisiert es als ein Gefühl, in dem einem Menschen das Leiden des Anderen ebenso unmittelbar zug?nglich ist wie das eigene und das ihn dazu motiviert, den Anderen zum letzten Zweck des Handelns zu machen. Vor diesem Hintergrund entwickelt Schopenhauer seine eigene Tugendlehre, in deren Mittelpunkt die Gerechtigkeit und die Menschenliebe stehen.
Moral predigen ist leicht, Moral begründen schwer.
Arthur Schopenhauer

Ein absolutes Muss für diejenigen, die sich mit dem Thema Ethik tiefgründig besch?ftigen wollen!
theartofculture.com

Die Einleitung von Peter welsen ist konzis und gut lesbar.
Prof. Dr. Winfried Franzen

Beachten Sie auch folgende Titel:

Preisschrift über die Freiheit des Willens
Schopenhauer, Arthur

Preisschrift über die Freiheit des Willens

   
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