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Rhetorik und politische Ethik in der Antike


Blaue Reihe. 2018. 342 Seiten.
978-3-7873-3437-7. Kartoniert
EUR 24,90


Dieses Buch zeigt, dass für die antike Ethik der richtige Einsatz rhetorischer Mittel von zentraler Bedeutung für das Gelingen von Politik und den Zusammenhalt
der Polis war. Eine Auffassung, die für die demokratische Streitkultur heute durchaus anschlussf?hig ist.


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In diesem Buch geht es um den Beitrag, den die antike Rhetorik zum normativen Selbstverst?ndnis der Polis und zur politischen Ethik ihrer Zeit leistete. Anders als im neuzeitlichen Kontraktualismus gilt für die antike Ethik die überzeugende Rede als einzige Kraft, die bei besonnenem ?Gebrauch? individuelles und kollektives Handeln auf gegenseitige Verst?ndigung einzustellen und durch die Begründung einer rechtlichen Ordnung den Naturzustand roher Gewalt zu überwinden vermag. In Absetzung von der Sophistik profiliert sich die Rhetorik als Alternative insbesondere zur platonischen, jedoch auch zur aristotelischen Philosophie. Der Autor behandelt u.a. die Polis-Ethik des Isokrates, ihre Vorformen bei Solon und Aischylos sowie ihre Parallele bei Xenophon. Herodot, Thukydides und Aristoteles verdeutlichen darüber hinaus Probleme
ihrer ?Implementierung? und zeigen, dass ihrer Wirkungsm?glichkeit durchaus auch Grenzen gesetzt sind. Dabei geht es um die sozialen Folgen von Gewalt und überzeugungskraft, das Verh?ltnis von Verfassungsordnung und Au?enpolitik sowie die Herstellung von ?Bürgerfreundschaft ? als Voraussetzung einer erfolgreichen Verbindung von Macht und Recht. Dank ihrer Verzahnung von Individual- und Institutionenethik und ihrer Kritik an Versuchen, politische Verh?ltnisse auf der Grundlage eines epistemisch begründeten Gerechtigkeitswissens in der Orientierung an transpolitischen Normen zu gestalten, ist die rhetorisch fundierte Ethik für ein modernes Verst?ndnis demokratischer Politik, die auf ?ffentliche Rede und eine belastungsf?hige Streitkultur angewiesen ist, von Bedeutung.
"Das Buch erweckt wegen des behandelten Stoffes den Anschein, aus der Zeit gekippt zu sein. Doch es ist so voller Gegenwartsbezüge, dass der Autor dies in der Einleitung durchaus selbstbewusst h?tte herausstellen k?nnen." Wolfgang Hellmich, Neue Zürcher Zeitung
"Das Buch wird durchweg seinem Anspruch gerecht, eine Darstellung der politischen Ethik der griechischen Rhetorik zu geben. Dem Autor gelingt es, die gro?en Linien nachzuverfolgen und zu einem schlüssigen Gesamtbild zu bündeln, wobei das Ergebnis nicht nur inhaltlich überzeugt, sondern durchweg auch Lesevergnügen bietet. Reckermanns St?rke sind aber die Einzelinterpretationen zentraler Passagen zur politischen Ethik: von Solons Eunomia-Elegie, über die Reden, die Thukydides Perikles in den Mund gelegt hat, wie zum Beispiel dem epitaphios logos, bis hin zu ausgew?hlten Kunstreden des Isokrates. Selbst h?ufig traktierten Texten vermag er neue Seiten abzugewinnen." Jan Timmer, sehepunkte Ausgabe 20 (2020), Nr. 1

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Aristoteles

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Redner und Rhetorik
Robling, Franz-Hubert

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